Fortbildungsreihe "Awareness in der Jugendarbeit"
In der Jugendarbeit begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Hintergründen. Damit dies diskriminierungssensibel, solidarisch und möglichst sicher geschehen kann, bedarf es Awareness – also einer Haltung und Praxis, die diskriminierende Strukturen erkennt, betroffene Personen schützt und Räume aktiv inklusiver gestaltet.
Mit der Awareness-Schulung werden Ehrenamtliche befähigt, sich intensiv mit Awareness und den Wirkweisen verschiedenster Diskriminierungsformen auseinanderzusetzen und diese Themen als Multiplikator*innen in ihre Verbände und Gruppen hineinzutragen.
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+++ Die Anmeldung ist jetzt geöffnet +++
Um euch anzumelden, klickt auf das untenstehende Bild oder den Link. Ihr könnt euch nur für die gesamte Fortbildung anmelden. Das heißt für die Auftaktveranstaltung, die Abschlussveranstaltung und frei wählbare Schwerpunktthemen. Eine Anmeldung für ausschließlich einzelne Schwerpunktthemen ist nicht möglich.
Wichtig: Ihr bekommt nach Ablauf der Anmeldeperiode eine Zusage oder Absage für eure Teilnahme an der Fortbildung.
Ihr könnt euch unter diesem Link direkt anmelden: Zur Anmeldung
Termine
Infoveranstaltung:
16.04.2026 18-19 Uhr online
Anmeldezeitraum:
Die Anmeldung für die gesamte Schulung ist vom 17.04.2026 bis 09.05.2026 möglich
Auftaktveranstaltung:
06.06.2026 in Hannover (10-17 Uhr)
Abschlussveranstaltung:
06.03.2027 in Hannover (10-17 Uhr)
Schwerpunktveranstaltungen:
Finden an unterschiedlichen Tagen unter der Woche von 17-20 Uhr online statt (siehe unten).
Kontakt
E-Mail: awareness(at)ljr.de
Ansprechpersonen:
Rosana Seyfi, Karina Vartanjan, Friederike Meyer, Ada Krause
Wichtigste Infos auf einen Blick
Zielgruppe: Die Qualifizierungsmaßnahme richtet sich an Ehrenamtliche in der Jugendarbeit in Niedersachsen. Ein Mindestalter von 16 Jahren wird für die Teilnahme empfohlen.
Anmeldung: An der Fortbildung können 30 Personen teilnehmen. Bei großem Andrang halten wir es uns vor, die Teilnahme pro Verband oder Gruppe zu begrenzen.
Zeitraum: Auftakt- und Abschlussveranstaltung finden in Präsenz in Hannover statt. Zwischen diesen finden monatlich Schwerpunktveranstaltungen unter der Woche von 17-20 Uhr online statt. Die gesamte Fortbildung läuft somit von Juni 2026 bis März 2027 und umfasst insgesamt 29 - 41 Zeitstunden. Der Umfang hängt davon ab, wieviele Schwerpunktveranstaltungen besucht werden. Es werden keine Veranstaltungen in den niedersächsischen Schulferien liegen.
Zertifikat: Die Teilnahme an Auftakt- und Abschlussveranstaltung sowie mindestens fünf Schwerpunktveranstaltungen ist Voraussetzung für das Zertifikat "Multiplikator*in für Awareness in der Jugendarbeit". Eine Teilnahme an allen Schwerpunkten ist möglich.
Barrieren: Der Veranstaltungsort ist barrierereduziert. Die nächstgelegene Bahnstation "Kopernikusstraße" verfügt über einen Aufzug. Die Stationen davor (Christuskirche) und danach (An der Strangriede) ebenso. Der Veranstaltungsort ist mit Rampen und Aufzug ausgestattet. Für weitere Bedarfe in Bezug zu eurer Teilnahme an der Fortbildung meldet euch gerne jederzeit bei uns. Wir haben Zeit sowie Mittel eingeplant, auf Bedarfe eingehen zu können.
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten für die An- und Abreise zu den Präsenzveranstaltungen können erstattet werden (für die Bahn mit der 2ten Klasse sowie mit dem PKW als Fahrkostenabrechnung mit 20 Cent/km).
Fachkräftefortbildung: Begleitend zu der Fortbildung der Ehrenamtlichen wird für Hauptamtliche in der Jugendarbeit eine eintägige Fortbildung zum Thema "Awareness in der Jugendarbeit" angeboten. Weitere Informationen dazu folgen.
Flyer
Flyer design von Eda Polat
Übersicht der Schwerpunktveranstaltungen
Im Rahmen der Fortbildung könnt ihr an folgenden Schwerpunktveranstaltungen teilnehmen:
Adultismus
mit Simbi Schwarz und ManuEla Ritz (mehr hier)
am 25.06.2026 (Donnerstag), 17-20 Uhr
Bevor es in der Schulungsreihe um Rassismus, Sexismus und andere Diskriminierungsformen geht, sprechen wir hier über Adultismus. Warum?
- Weil Adultismus die erste und einzige Diskriminierungsform ist, die wir alle erleben.
- Weil wir bereits in sehr der jungen Jahren lernen, Ungerechtigkeit und Unterdrückung erst sehr deutlich aber irgendwann nicht mehr zu sehen und zu spüren und noch ein bisschen später zu akzeptieren und zu normalisieren
In diesem Workshop schauen wir genau hin. Was ist Adultismus? Wo fängt Macht an und wie wirkt sie weiter? Und was hat das alles mit Awareness zu tun?
Ein Auftakt für alle, die nicht einfach übernehmen wollen, was 'normal' ist. Wir freuen uns auf euch.
Rassismus
mit Joanna Mechnich und Viviann Moana Wilmot (mehr hier)
am 29.06.2026 (Montag), 17-20 Uhr
Ehren- statt Nebensache: Rassismuskritik in der Jugendarbeit
Rassismus prägt unseren Blick auf und Erfahrung in der Welt – mal mehr, mal weniger greifbar. Deshalb sind wir gefragt und gefordert. In einem dreistündigen Online-Workshop wollen wir gemeinsam die Grundlagen für ein Verständnis von Rassismus und dessen Kritiken schaffen, Erscheinungsformen im Allgemeinen und in der Jugendarbeit im Speziellen diskutieren und praxisnah auf eine eigene positionierte Handlungsfähigkeit hinarbeiten. Die Veranstaltung ist Teil der Schulungsreihe „Awareness in der Jugendarbeit“.
Antisemitismus
mit Yevgen Bruckmann und Samuel Höhn (mehr hier)
am 19.08.2026 (Mittwoch), 17-20 Uhr
Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Er gehört deswegen mit zu den zentralen Herausforderungen für eine diskriminierungssensible Jugendarbeit und wird zugleich oft übersehen, missverstanden oder in seiner Spezifik unterschätzt. Dieser Workshop setzt gezielt auf eine Vertiefung: Was macht Antisemitismus besonders? Wie zeigt er sich heute – auch in vermeintlich „harmlosen“ Aussagen oder Diskussionen? Und wie kann ich in meiner pädagogischen Praxis sicher und angemessen damit umgehen?
Im dreistündigen Online-Workshop setzen wir uns gemeinsam mit aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus auseinander und entwickeln Handlungsmöglichkeiten für den Alltag in der Jugendarbeit.
Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt
mit Yascha Hieronimus und Samuel Schmidt (mehr hier)
am 10.09.2026 (Donnerstag), 17-20 Uhr
In diesem Workshop geht es um sexuelle Orientierung und geschlechtliche Vielfalt. Wir klären Begriffe, räumen mit Vorurteilen auf und sprechen über Erfahrungen aus dem Alltag. Ein Schwerpunkt liegt auf Awareness: Wie erkenne ich Grenzverletzungen und wie kann ich respektvoll reagieren? Der Workshop bietet Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Nachdenken. Ziel ist mehr Sicherheit im Umgang miteinander und ein bewussteres Miteinander.
Ableismus
mit Elo Hege und Luna Koch
am 30.09.2026 (Mittwoch), 17-20 Uhr
Jugendarbeit ist für alle da - oder nicht? In diesem Workshop wollen wir uns damit beschäftigen, welche Fähigkeiten in unserer Gesellschaft als "normal" angesehen werden und wie sich das darauf auswirkt, wer in der Jugendarbeit mitmachen kann und wer nicht. Stell dir vor, du möchtest ins Jugendzentrum, aber schon der Weg dahin ist ein reiner Hindernisparcours: Du willst einfach nur mitmachen, doch die Tür hat keine Rampe, die Infos sind in komplizierter Sprache, und beim gemeinsamen Spiel wird über deinen Kopf hinweg entschieden, was du „schaffst“. Plötzlich geht es nicht mehr um dich, sondern um Strukturen, die dir signalisieren: „Hier bist du nicht vorgesehen.“ Gemeinsam wollen wir mit euch diese Strukturen hinterfragen, ableistische Denkmuster und Situationen erkennen und besprechen, wie wir mit ihnen umgehen und gegen sie vorgehen können.
Sexismus und sexualisierte Gewalt
mit Peggy Zander
am 06.10.2026 (Dienstag), 17-20 Uhr
mehr Infos folgen
Körperfeindlichkeit und Körpernormen
mit Linda Kagerbauer
am 11.11.2026 (Mittwoch), 17-20 Uhr
mehr Infos folgen
Mentale Gesundheit & eigene Grenzen
mit Edith Bongartz und Johanna Foster
am 26.11.2026 (Donnerstag), Uhrzeit folgt
mehr Infos folgen
Klassismus
mit Tú Qùynh Nhu Nguyễn (mehr hier)
am 19.01.2027 (Dienstag), 17-20 Uhr
Jedes 5. Kind ist von Armut bedroht und somit auch von Klassismus betroffen. Klassismus zieht sich durch alle Bereiche gesellschaftlichen Zusammenlebens (individuell, institutionell, strukturell) und beschreibt die Diskriminierung aufgrund von sozioökonomischer Herkunft und/oder der sozialen Position. Doch was bedeutet das genau Diskriminierung oder soziale Position? Und wie wirkt sich das auf die Lebenswelten von Jugendlichen aus und wie kann dann klassismuskritische Awareness im Kontext von Jugendarbeit konkret aussehen? Diesen und weiteren Fragen möchte ich im Workshop gemeinsam mit den Teilnehmer*innen nachgehen.