Projekt

Gemeinschaftlicher ROboter Wettbewerb (GROW) - Folgeantrag

Wie der Abschlussbericht zu unserem Erstantrag darlegt, haben wir bereits einige Ziele des GROW-Projekts erreicht. Dennoch sehen wir Raum für Verbesserungen, und haben uns daher ein paar neue Ziele gesetzt. Da für einige Teilnehmende die gestellten Aufgaben zu einfach waren, möchten wir eine breitere Auswahl an Problemstellungen anbieten, um auch diesen Kindern spannendes Arbeiten zu ermöglichen. Der GROW soll nicht nur niedrigschwellig, sondern für alle, die das möchten, auch herausfordernd sein. So haben alle Kinder die Chance gefordert zu werden, Frustrationstoleranz zu üben und Problemlösung als etwas spannendes und lohnendes zu erfahren. Der GROW hat grundsätzlich den Anspruch Barrieren abzubauen und während dieses Ziel mit Blick auf den Mädchenanteil von etwa 40% (vergleichsweise hat die WRO 25%) auf einem guten Weg ist, möchten wir den GROW und seine Chancen im Sinne der sozialen Gerechtigkeit für noch mehr Menschen zugänglich machen. Leider können wir keinen vollends barrierefreien Wettbewerb garantieren, da einige Kinder mehr oder professionellere Betreuung benötigen, als wir ihnen ehrenamtlich bei einem GROW bieten können. Daher wird das GROW-Projekt in Zukunft durch Fortbildungen für Sozialarbeitende, FSJ-Absolvierende und andere interessierte junge Erwachsene ergänzt, sodass der GROW mind. doppelt so häufig stattfinden kann und nach Möglichkeit genau die Kinder erreicht, die seltener Zugang zu solchen Chancen haben und die wir bei vergangenen GROWs noch vermisst haben. Kinder können so unabhängig ihrer Schulen teilnehmen und bekommen die Chance in ihren Jugendeinrichtungen von vertrauten Personen beim GROW betreut zu werden. Auf diese Weise kommt unser Projekt auch weniger privilegierten Kindern und Kindern mit Behinderungen zugute und soll allgemein für mehr Chancengleichheit sorgen. Junge Erwachsene sollen durch unsere Fortbildungen wiederum zu eigenem Engagement ermächtigt und befähigt werden. Sie lernen, mit den GROW-Materialien umzugehen und die nötigen Kenntnisse an Wettbewerbsteilnehmende weiterzugeben. Die Fortbildungen sind so geplant, dass sie mit den zwei regulären GROWs im Jahr koordiniert werden können. So sollen für alle Ehrenamtlichen zwei Wochenendschulungen und für alle arbeitenden Menschen zwei Fortbildungen zu Arbeitszeiten in direkter Verbindung mit einem GROW möglich sein. Wir planen mit 12 Teilnehmenden pro Schulung und rechnen damit, dass etwa 24 Menschen sich jährlich anmelden. Zusatztermine sollen möglich sein.

Zielgruppe

Die Zielgruppe des GROW selbst bleibt unverändert. Der Anspruch der Chancengleichheit treibt uns aber an, den GROW für mehr Kinder mit Behinderungen und sozialen Benachteiligungen zugänglich zu machen. Noch immer stellen wir fest, dass die Mehrzahl der GROW-Teilnehmenden das Gymnasium besuchen und/oder aus bildungsnahen Familien stammen. Wir möchten daher die neue Zielgruppe der GROW-Fortbildungen in den Blick nehmen. Sie umfasst Jugendliche und junge Erwachsene, die den GROW ausleihen und selbst durchführen wollen, die, anders als Lehrkräfte, kaum die Chance kriegen, solche Fortbildungen wahrzunehmen, und ehrenamtsinteressierte junge Menschen, die einen Anstoß brauchen, um eigenes Engagement in die Tat umzusetzen sowie Angestellte an Jugend- und Sozialeinrichtungen, die den GROW an benachteiligte Kinder weitertragen können. Vereine, Jugendgruppen und Sozialarbeitende können so einen möglichst bildungsgerechten GROW veranstalten und die Kinder in ihren Lebensrealitäten abholen.

Region

Themengebiet

Engagement & Experimentelles

Projektlaufzeit

01.05.2026 - 30.04.2027

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